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Voice of AI: 2026, wenn KI vom Experiment zur Industrie wird 🚀

  • Autorenbild: Ralph Schwehr
    Ralph Schwehr
  • 6. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Feb.

Diese Woche fühlt sich an wie ein Kapitelwechsel. 2025 war das Jahr, in dem KI „erwachsen“ wurde, mit Kämpfen um Compute, Datenräume und Vertrauen. 2026 ist das Jahr, in dem sich zeigt, wer daraus ein skalierbares Geschäftsmodell bauen kann und wer mit einer gigantischen Capex-Rechnung dasteht.



Auf der Modellseite zündet Anthropic mit Claude Opus 4.6 die nächste Stufe: ein Enterprise-Modell für lange Aufgabenketten, Agent-Teams, größeres Kontextfenster, weniger „Chat“, mehr „Co-Worker“.


Parallel dazu kündigt Big Tech eine Investitionswelle an, die selbst erfahrene Investoren schlucken lässt: rund 660 Mrd. US‑Dollar Capex 2026, ein Großteil davon in AI-Infrastruktur. Amazon allein plant 200 Mrd. US‑Dollar für KI, Robotics, Chips und Satelliten - ein „All‑in“-Signal, das die Frage verschärft: Wer verdient diese Infrastruktur eigentlich zurück?


Gleichzeitig werden Lieferketten neu sortiert (TSMC 3‑nm in Japan), neue „AI Factories“ finanziert (Nvidia × CoreWeave) und sogar das Weltall als Standort für Rechenzentren verhandelt (SpaceX × xAI).


Vor diesem Hintergrund wird eine Frage für Boards und CEOs zur Pflicht: Wie AI‑ready ist unser Unternehmen wirklich, strategisch, technisch, organisatorisch und in der Governance?Genau hier setzen wir bei OAKAI mit dem AI Readiness Check (NOESIS) an, dazu später mehr.



1. Modelle werden Co‑Worker: Claude Opus 4.6 & die neue Enterprise-Klasse

Anthropic positioniert Claude Opus 4.6 als Arbeitswerkzeug für professionelle Wissensarbeit:

  • deutlich größeres Kontextfenster (bis zu 1 Mio. Token in einigen Konfigurationen),

  • verbesserte Coding-Fähigkeiten,

  • und neu: „Agent Teams“, also mehrere kooperierende Agenten, die komplexe Aufgaben gemeinsam bearbeiten.


Für Unternehmen heißt das:

  • Längere Workflows, vom Research über Drafting bis hin zu Review-Schleifen in einem Modellkontext.

  • Mehr Automation, Agenten, die Tickets erstellen, Code refaktorieren oder Reports iterativ verbessern.

  • Höhere Governance-Anforderungen, weil Modelle tief in Prozesse, Daten und Entscheidungen eingreifen.


BCG bringt es im „CEO’s Guide to Growth 2026“ auf den Punkt: Wachstum entsteht dort, wo ambitionierte Ziele mit disziplinierter Execution und AI-Power zusammenkommen, inklusive M&A-Fähigkeit, um kritische Fähigkeiten hinzu zu kaufen.

Mit anderen Worten: Ein neues Modell allein ist kein Differenzierungsmerkmal mehr. Entscheidend ist, wie gut Ihre Organisation solche Co‑Worker in Prozesse, Daten und Verantwortlichkeiten integriert.



2. Die große Infrastruktur-Wette: Chips, Clouds & Orbit

TSMC 3‑nm in Japan: Resilienz als Standortfaktor

TSMC wird künftig 3‑nm-Chips in Japan fertigen, im zweiten Werk in Kumamoto. Die Chips sind zentral für High-End-AI, Smartphones, Robotics und autonome Systeme und Teil von Japans Strategie, wirtschaftliche Sicherheit und technologische Souveränität zu stärken.

Damit entstehen neue Achsen der Macht: Wer Fertigung, Energie und IP kontrolliert, bestimmt Tempo und Preis der AI-Transformation.


660 Mrd. US‑Dollar Capex: die AI-Infrastruktur-Schuldenwelle

Laut Financial Times planen Amazon, Microsoft, Google, Meta & Co., rund 660 Mrd. US‑Dollar in AI-Infrastruktur zu investieren, in Datacenter, spezialisierte Chips, Netze. Das entspricht einem Capex-Sprung von ca. 60 % gegenüber 2025.

Die Folge:

  • Bewertungsdruck an der Börse,

  • härtere Fragen an ROI,

  • Fokus auf wiederkehrende AI-Umsätze statt nur auf „Narrative“.

Amazon geht mit 200 Mrd. US‑Dollar 2026 vorneweg und bündelt Investitionen in AWS-AI, eigene Chips, Robotik und Satellitenkonnektivität.


AI Factories & Space Compute: die neuen Standorte der Intelligenz

  • Nvidia investiert 2 Mrd. US‑Dollar in CoreWeave, um den Aufbau von mehr als 5 GW AI-Compute („AI factories“) bis 2030 zu beschleunigen.

  • SpaceX übernimmt xAI, mit der klaren These, dass sich die Strom- und Flächenprobleme von AI nicht mehr nur am Boden lösen lassen. Musk spricht explizit von Rechenzentren im Orbit als nächster Ausbaustufe.

Für Unternehmen bedeutet das: Die nächste Dekade wird nicht vom „besseren Prompt“ entschieden, sondern von Zugang zu verlässlicher, skalierbarer und bezahlbarer Rechenleistung - on‑prem, in der Cloud oder irgendwann im Orbit.




3. M&A, Plattformen und Ihre AI Readiness

Siemens, Lemon Learning & Co.: M&A als AI-Beschleuniger

AI ist inzwischen Standardbegründung für Zukäufe – und zwar tief in der operativen Wertschöpfung:

  • Siemens kauft Canopus AI und stärkt damit AI‑basierte Metrologie für Wafer- und Maskeninspektion. Ziel: höhere Präzision, bessere Ausbeute, weniger Fehler in der Fertigung an den äußersten Technologieknoten.

  • Lemon Learning übernimmt Aidaxis, um seine Digital-Adoption-Plattform von Web- auf Desktop-Anwendungen auszuweiten, inklusive fortgeschrittener AI-Funktionen. Besonders relevant für Konzerne, deren „letzte 20 %“ der Tool-Landschaft immer noch in Legacy-Desktops hängen.

Das Muster: Wer operatives Know-how + AI + Distribution zusammenbringt, baut sich nachhaltige Verteidigungsgräben, weit weg von reinen „AI Features“.


Fujitsu & das Ende der Pilotitis

Fujitsu adressiert ein sehr konkretes Enterprise-Problem: GenAI nicht mehr als Flickenteppich aus SaaS-Tools, sondern als dedizierte Plattform für den gesamten GenAI-Lifecycle: Modell-Entwicklung, Betrieb, inkrementelles Lernen, kontinuierliche Verbesserung in einer kontrollierten, souveränen Umgebung.

Roll-out zunächst in Japan, anschließend in Europa. Zielgruppe: Unternehmen, die GenAI als Dauerbetrieb, nicht als Pilot denken.


Vom globalen Trend zur eigenen Roadmap: OAKAI AI Readiness Check

Zwischen neuen Modellen, Milliarden-Capex und M&A-Welle stellt sich für jedes Unternehmen dieselbe Frage:

Sind wir strukturell bereit, KI wirklich skaliert und verantwortungsvoll zu nutzen?

Der AI Readiness Check (NOESIS) von OAKAI setzt genau hier an:

  • schafft Transparenz über den eigenen KI‑Reifegrad, faktenbasiert, vergleichbar, handlungsorientiert,

  • analysiert Strategie, Organisation, Technologie und Governance entlang klar definierter Kriterien

  • und verdichtet die Komplexität in ein verständlich visualisiertes Gesamtbild für Management & Aufsichtsgremien.

Der Check kann:

  • als stand‑alone Online‑Assessment genutzt werden oder

  • als Basis für vertiefende Beratungs- und Investitionsentscheidungen dienen, von der AI‑Strategie bis zu M&A- und Capex-Fragen.

Kurz gesagt: Er ist die Brücke zwischen globalen AI‑Narrativen und konkreten, umsetzbaren nächsten Schritten in Ihrem Unternehmen.


OAKAI AI Readiness Check


4. Die Woche in 10 Schlagzeilen

  1. 🧠 Claude Opus 4.6: Enterprise-AI wird Co‑Worker. Längere Workflows, Agent-Teams, größeres Kontextfenster statt Smalltalk.

  2. 🏭 TSMC 3‑nm in Japan. Japans Aufstieg zur AI-Hardwaremacht und mehr Resilienz in den Lieferketten.

  3. 💸 ~660 Mrd. US‑Dollar Capex. Die Hyperscaler schreiben die größte AI-Infrastruktur-Rechnung der Geschichte.

  4. 📦 Amazon: 200 Mrd. US‑Dollar für AI/Robotics/Chips/Satelliten. „All‑in“ auf AI-Infrastruktur, bei steigenden Erwartungen an Monetarisierung.

  5. 🧱 Nvidia × CoreWeave. 2 Mrd. US‑Dollar für den Ausbau von >5 GW AI‑Factories bis 2030.

  6. 🛰️ SpaceX + xAI. Vision: AI-Rechenzentren im All, um Energie- und Flächenengpässe auf der Erde zu umgehen.

  7. 🤝 Siemens kauft Canopus AI. AI‑getriebene Metrologie als Hebel für Yield, Qualität & Time‑to‑Process in der Chipfertigung.

  8. 🧩 Lemon Learning kauft Aidaxis. Digital Adoption trifft Desktop-Realität in komplexen Unternehmenslandschaften.

  9. 🧰 Fujitsu GenAI-Lifecycle-Plattform. „Autonome“ Enterprise-Plattform für Betrieb, Lernen und Governance von GenAI.

  10. 📈 BCG „CEO’s Guide to Growth 2026“. Wachstum = AI + Disziplin + M&A-Fähigkeit, nicht AI allein.



💡 Kernaussagen in Kürze

  • 2026 ist das Jahr der AI-Industrialisierung: Experimente reichen nicht mehr, es geht um skalierbare Geschäftsmodelle.

  • Modelle, Infrastruktur und Operations verschmelzen: Erfolg hängt davon ab, wie gut Unternehmen diese drei Ebenen orchestrieren.

  • Capex-Druck zwingt zu Klarheit: 660 Mrd. US‑Dollar AI-Investitionen 2026 erhöhen den ROI-Druck auf alle Beteiligten.

  • M&A & Plattformen werden zu AI-Beschleunigern: von Siemens/Canopus bis Fujitsu-Plattform.

  • Ohne strukturierten AI-Readiness-Blick drohen Fehlentscheidungen: genau hier setzt der OAKAI AI Readiness Check an.



🔍 Quellenübersicht

  • Anthropic: Claude Opus 4.6 & Agent Teams, diverse Berichte, 05.–06.02.2026.

  • TSMC: 3‑nm Fertigung in Japan, AP News & Barron’s, 06.02.2026.

  • Big Tech: „Breathtaking“ $660bn AI Capex 2026, Financial Times, 06.02.2026.

  • Amazon: $200bn AI/Robotics/Chips/Satellites 2026, The Guardian & FT, 05.–06.02.2026.

  • Nvidia × CoreWeave: $2bn Investment for 5GW AI Factories, Business Wire & TechCrunch, 26.01.2026.

  • SpaceX × xAI: Merger & Space Data Center Vision, WIRED, TechCrunch, The Guardian, 02.–03.02.2026.

  • Siemens × Canopus AI: AI-Based Metrology for Semiconductor Manufacturing, PR Newswire & Fachpresse, 04.02.2026.

  • Lemon Learning × Aidaxis: Desktop Application Coverage & AI, PR Newswire, 03.02.2026.

  • Fujitsu: Autonomous GenAI Lifecycle Platform, Fujitsu Press Release & Agenturberichte, 26.01.2026.

  • BCG: The CEO’s Guide to Growth in 2026, BCG, 06.01.2026.



🎯 Fazit

Die neue Machtverteilung der Intelligenz entscheidet sich nicht mehr im Promptfenster, sondern in Rechenzentren, Capex-Plänen, M&A-Deals und Governance-Strukturen. Wer heute die richtigen Weichen stellt, bestimmt seine Rolle in der AI‑Ökonomie von morgen.

Der erste Schritt ist radikal unspektakulär, jedoch entscheidend:

Klarheit über den eigenen KI-Reifegrad.

👉 Nächster Schritt mit OAKAI: Fordern Sie unser kompaktes Whitepaper (PDF) zum AI Readiness Check (NOESIS) an, mit Methodik, Reifegradmodell, Praxisbeispielen und einer klaren Checkliste, wie Sie aus Ihrem Status quo die „nächsten 3–5 Schritte“ ableiten.

Schreiben Sie uns einfach mit dem Betreff „Whitepaper AI Readiness Check“ an info@oakai.de oder nutzen Sie die Kontaktoption auf unserer Website. Wir senden Ihnen umgehend das PDF zu und zeigen Ihnen auf Wunsch, wie Sie daraus einen konkreten AI‑Reality‑Check für Ihr Unternehmen machen.


Herzlichst Ihr Ralph Schwehr

 
 
 

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